Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist die bekannteste Finanzierungsmöglichkeit für das eigene Heim. Daneben ist es eine Geldanlage, die zu den wenigen gehört, die der Staat auch über die vermögenswirksamen Leistungen fördert. Bereits bei Vertragsabschluss wird Tarif, Ansparzeit und Tilgungszeit, sowie eine Vertragsdauer und das Mindestguthaben vereinbart. Dabei handelt es sich um Modalitäten, die sich auf die Zuteilung eines Bauspardarlehens beziehen. Über die Höhe des Bauspardarlehens kann bei Vertragsabschluss noch keine verbindliche Zusage bezüglich der Höhe erfolgen.

Immobilie als Vorsorge

Die eigene Immobilie als Altersvorsorge fördert der Staat über Wohn-Riester. Dieser Bausparvertrag unterscheidet sich von seiner Struktur her nicht wesentlich von den herkömmlichen Bausparverträgen. Auch hier gibt es Riester-Bausparverträge mit Immobiliendarlehen. Anders ist, dass die staatlichen Zulagen und die steuerbegünstigten Beiträge direkt in die Tilgung des Darlehens fließen. Auch muss die Finanzierung in der Form geregelt sein, dass das Darlehen bis zum 68. Geburtstag des Bauherrn bezahlt ist. Für die bis zur vollständigen Bezahlung erhaltenen Vorteile erfolgt – wie bei allen Riester-Verträgen – eine nachgelagerte Besteuerung.

Wohn-Riester

Wohn-Riester Darlehen können unter Umständen dem Bauherrn viele Hundert Euro sparen. In der Regel sind die Zinsen bei der Finanzierung durch ein Wohn-Riester Darlehen extrem günstig. Auch erhält der Bauherr weiterhin die staatlichen Zulagen und kann sämtliche Steuervorteile in Anspruch nehmen. Hat die Ehefrau des Bauherrn ebenfalls einen Riester-Bausparvertrag, kann auch sie dieselben Vorteile wie ihr Ehegatte nutzen. Dazu muss sie ein eigenes Darlehen aufnehmen und damit die Förderung ausschöpfen.

Hausbau

Anders als bei herkömmlichen Bausparverträgen muss der Bauherr nicht im Vorfeld einen Riester-Vertrag abschließen. Ist jedoch ein derartiger Vertrag vorhanden, kann der Bauherr den auf den Vertrag angesparten Betrag komplett für den Hausbau entnehmen. Dabei besteht keine Verpflichtung des Vertragsinhabers, die entnommene Summe in den Vertrag zurückzuführen. Der Vertragsinhaber kann auch das entnommene Geld für die Tilgung von Hypotheken einer vorhandenen Immobilie nutzen. Diese darf jedoch erst nach dem 1. Januar 2008 vom Eigentümer gekauft oder gebaut worden sein.